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Streckenplan Linie 11 (Repro: Stadtarchiv Ennepetal) |
Schon um 1860 gab es Überlegungen, die alte Hansestadt Breckerfeld mit
einer Eisenbahn zu erschließen. Der Eisenbahnbau war an der
Breckerfelder Hochebene vorbeigegangen und konzentrierte sich zunächst
auf die Täler von Ennepe, Lenne und Volme. 1892 begann die Planung einer
Schmalspurbahn durch das Hasperbachtal nach Voerde. Mit Gründung der
"Kleinbahn Voerde-Haspe Ges.m.b.H." im Jahre 1901 nahmen die
Eisenbahnpläne Gestalt an.
Eine wechselvolle Geschichte hatte die Kleinbahn
Haspe-Voerde-Breckerfeld nach der Eröffnung am 1. Mai 1903 hinter sich.
1927 kam es zur Neugründung der "Hagener Vorortbahn GmbH" und
Elektrifizierung der Strecke.
Seit dieser Zeit fuhren auf der Linie 11 Triebwagen, Beiwagen und
Vierachsige Großraumwagen (u.a.) der Fa. DÜWAG. In dieser kleinen Serie möchte ich
Euch auf die Reise mitnehmen und einige Vergleichsaufnahmen der Linie 11
von Hagen-Haspe bis Breckerfeld zeigen.
Eine sehr markante Unterführung unter die BME-Strecke, im Volksmund "Brandenburger Tor"
genannt. Das Aussehen der Brücke war sehr Charakteristisch, aber der Name "Brandenburger Tor" stammt vom einer beliebten Gaststätte die
in der unmittelbaren Nähe der Bahnüberführung stand und bis in die 60ger
Jahre regelmäßig zum Schichtwechsel von den Hütten-Leuten frequentiert
wurde. Ein Andreas-Export gabt´s damals für 23 Pfennige
und ein Pilsken von Andreas gab´s für 25 Pfennige.
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Zur Jahreswende 1979/80 wurde die Unterführung unter der BME-Strecke erneuert und gleichzeitig erweitert (Foto: W.Heise) |
Warum das ganze kann man sich gut vorstellen, da durch dieses Nadelöhr der Fahrzeugverkehr und früher auch die Linie 11 durch mussten.
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Breiter, schöner (?) auf jedenfall bunter, die Situation 2008. Natürlich ohne Gleise im Strassenplanum |
Ganz in der Nähe war der frühere Bahnhof Haspe. Von der Voerder Strasse
bog die ehem. Kleinbahnlinie (Vorläufer der Linie 11) über die
Dammstrasse in die Kleinbahnstrasse und unterquerte hier die
Bergisch-Märkische Bahnlinie. Seit dem 1.5.1903 verkehrte die meterspurige dampfbetriebene Kleinbahn
erst zwischen Haspe und Voerde, 1907 wurde sie nach Breckerfeld
verlängert. Ab November 1904 war der Anschluss zum Bahnhof in Haspe an
der BME befahrbar. Dort waren Rollbockgruben, wo die Reichsbahnwagen mit
größerer Spur auf Rollbockwagen aufgebockt wurden, um ohne lästiges
Umladen ins Voerder Tal befördert zu werden.
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Unterführung an der Kleinbahnstr. mit Dampflok und ehem. Bahnhofsgebäude
Haspe um 1910 (Stadtarchiv Ennepetal) |
Das Bahnhofsgebäude wurde später abgerissen und auf der
anderen Gleisseite neu gebaut. Gut zu erkennen ist die unbefestigte
Strasse, Karrenspuren sind zu sehen. Alles im allen eine schmutzige
Angelegenheit, für Fussgänger.
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| Hier die Situation 2008 |
An der Brücke finden derzeit Umbauarbeiten statt, die Stahlabstützung wurde gegen einen Betonsockel getauscht. Die Kleinbahnstrasse hat ab der Brücke noch den ursprünglichen Fahrbahnbelag aus den 50er Jahren, Kopfsteinpflaster.
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| Der Blick unter die Brücke mit der umfangreichen Abstützung |
Hier ist die Betonabstützung entstanden, die Stahlkonstruktion steht demontiert an der Strasse.
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Brueckenumbau 24.05.2009 (Fotos: R.Moll) |
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Repro meines Beitrages aus dem Historischen Forum bei drehscheibe-online.de