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Dienstag, 26. Januar 2021

Ibach-Steg in Schwelm [Update]

Die Fußgängerbrücke zwischen Markgrafenstraße und Nordstraße/Loher Straße über die Bergisch-Märkische-Bahnlinie in Schwelm, der "Ibach-Steg", sollte wegen Baufälligkeit schon vor Jahren abgerissen werden. Im Jahr 2010 musste die Fußgängerbrücke aufgrund von schwerwiegenden konstruktiven Mängeln und Schäden an den Treppenaufgängen sowie an den Stützpfeilern aus Verkehrssicherungsgründen für den Fussgängerverkehr gesperrt werden. Aufgrund umfangreicher Schäden an den Treppenaufgängen und am Überbau über die Gleisanlage ist von der zuständigen Stadt Schwelm eine Sanierung aus Kostengründen abgelehnt worden.

Noch im Juni 2017 schrieb die örtliche Presse "Nach sechs Jahren Sperrung ist der Abriss besiegelt".

Aber wie das so ist, so schnell sind die Mühlen der Verwaltung dann auch nicht. Jetzt -fast 4 Jahre später- soll der Abriss aber kurz bevorstehen. Ob das dann genau so schnell geht wie der Abriss der Brücke am Westfeld an der Rheinischen-Bahnlinie vor Jahren bleibt abzuwarten.


Der "Ibach-Steg" im August 2020



Der „Ibach-Steg“ bekam seinen Namen von der nahegelegenen ehemaligen Pianofortefabrik IBACH und wurde 1961 durch die Deutsche Bundesbahn als Gleisquerung für den Fußgängerverkehr vom ehem. Schwelmer Eisenwerk zum Bahnhof Schwelm in Form einer Spannbetonbrücke errichtet. 1986 wurde der Überbau durch eine Stahlkonstruktion ersetzt und das Bauwerk insgesamt in die Unterhaltungspflicht der Stadt Schwelm übergeben.



Update [18.04.2021]

Wie die örtliche Presse heute berichtet, werden die Technischen Betriebe Schwelm im Zeitraum ab kommender Woche den Rückbau der Fußgängerbrücke „Ibach-Steg“ beginnen. Die Fußgängerbrücke wird in drei Teilen abgebrochen und ersatzlos zurückgebaut.



Sonntag, 18. Juli 2010

Brücke am Westfeld [2. Update]

[18.07.2010] Brücke wird abgerissen

Wie die Westfälische-Rundschau am 21.05.2010 berichtete, wird die Fußgängerbrücke über die Rheinische Bahnlinie am Waldweg zwischen Westfelder Straße und Am Werde am 18. Juli abgerissen. Die vorbereitenden Maßnahmen haben bereits begonnen, daher ist seit dem 18. Mai die Brücke für Fußgänger kpl. gesperrt.

Heute war es soweit. Für die Abrissarbeiten wurde die S-Bahn-Strecke voll gesperrt. Zum Einsatz kam 261 671-2 mit mehreren Flachwagen und ein großer Schienenkran der Fa. HERING , da die Baustelle wegen eines tiefen Geländeeinschnitt mit Autokranen nicht erreichbar ist. Bereits gegen Mittag waren die 74 Tonnen schweren Betonteile der 23m langen Fussgängerbrücke zertrennt und auf den Rungenwagen abgelegt. Gegen 14:35 Uhr wurde die Strecke bereits wieder freigegeben.

Abrissarbeiten mit 261 671-2 Brücke am Westfeld / Am Werde

Die Brücke bestand aus einer 40 Jahre alten sehr stark beschädigten Spannbetonkonstruktion. Da eine Sarnierung aus Kostengründen abgelehnt wurde, hatte die Stadt Gevelsberg den ersatzlosen Abriss im April 2008 beschlossen.



[16.08.2009] Brücke steht noch

Wie auf dem Foto zu sehen (Umleiter ICE Richtung Wuppertal, wg. Gleisbauarbeiten in Ennepetal) ist die Brücke noch nicht abgerissen. Es ist auch nicht herauszubekommen, wann der geplante Abriss durchgeführt werden soll.

Brücke Westfelder Str. / Am Werde (Foto: Privat 2009)



Schon im Februar 2008 berichtete die Westfälische Rundschau von dem geplanten Abriss

Brücke am Westfeld wird abgerissen.
Die Fussgängerbrücke über die Rheinische Bahnlinie soll abgerissen werden. Nach einer Brückenüberprüfung im ges. Stadtgebiet durch die Technischen Betriebe Gevelsberg (TBGev) hatte sich herausgestellt, dass die 40 Jahre alte Spannbetonbrücke erhebliche Korrosionsschäden aufweist und "mit vertretbarem Aufwand nicht mehr instandzusetzen ist".

Brücke am Westfeld / Am Werde (Foto: Privat 2008)



Schon vor 40 Jahren Brücken-Abriss geplant
Fritz Sauer berichtet in der Westfalenpost am 18.07.2008:

Vermutlich wurde die erste Brücke vor rund 130 Jahren beim Bau der Rheinischen Bahn angelegt, damit Westfeld-Bewohner ihre Arbeitsstelle oder auch Einkaufsstätten im Bereich Drehbank, Schnellmark und Hundeicken erreichen konnten. Andererseits gab es am Westfeld kleine Schmieden. Die jetzige Brücke wurde vor 40 Jahren im Zusammenhang mit der Elektrifizerung der Eisenbahnstrecke errichtet. Die damalige Bundesbahndirektion Wuppertal hätte die Kosten gern gespart und wollte deshalb die alte Brücke ebenfalls ersatzlos abreißen lassen. Jedoch gab es Widerspruch: Anlieger machten Wegerechte geltend. Außerdem, hieß es damals, sei zwischen Westfeld und Am Werde ein größeres Erholungsgebiet, sogar mit Teichanlage, geplant. Deshalb, so die Bundesbahndirektion, sei der Brücken-Neubau zwingend.