Samstag, 23. Mai 2026

Drahtseilhängebrücke Volmarstein

Vor rund 10 Jahren war ich wegen dem Geocache The hidden bridge (mittlerweile Archiviert) in Volmarstein im Ruhrtal an der wohl ältesten Seilhängebrücke ihrer Art in ganz Deutschland. Diese befindet sich am Wasserwerk Volmarstein des Energieversorgers AVU und führt über die Ruhr. 

Damals habe ich mich mit der AVU in Verbindung gesetzt und um eine Fotoerlaubnis gefragt. Bei meinem Besuch war ich dann in Volmarstein und habe ein paar Fotos und ein kurzes Video machen können. Das Wetter war zwar nicht so toll, aber die Möglichkeit direkt an der Brücke Aufnahmen machen zu können hat man ja nicht alle Tage.

 

Drahtseilhängebrücke Volmarstein
Drahtseilhängebrücke Volmarstein


 

Drahtseilhängebrücke 

Errichtet wurde die Fußgängerbrücke 1893, somit ist sie die älteste Seilhängebrücke ihrer Art in ganz Deutschland. Die Brücke wurde für das Wasserwerk gebaut, um eine direkte Verbindung für die Mitarbeiter des Wasserwerks Volmarstein zu den Brunnen auf der sogenannten Ruhrinsel zu ermöglichen. Die historische Eisenkonstruktion hat Drahtseile und gemauerte Widerlager, die Dielen der Brücke bestehen aus Holz und waren nicht mehr verkehrssicher. Aus Sicherheitsgründen war die marode Brücke seit Anfang der 90er Jahre daher gesperrt.

 

Drahtseilhängebrücke Volmarstein
Drahtseilhängebrücke Volmarstein (Detail)

 

Damals waren einige Rettungsversuche für die historischen Seilhängebrücke in Planung, aber daraus wurde nie etwas. Der Arbeitskreis zum Erhalt der Seilhängebrücke am Wasserwerk in Volmarstein startete zwar mehrere Versuche, aber letztlich scheiterten die Aktionen an fehlenden Geldmitteln.

 

Projekt: Sanierung der Seilhängebrücke am Wasserwerk Volmarstein

Aktuell gibt es Neuigkeiten rund um die seit mehr als 40 Jahren unter Denkmalschutz stehende Seilhängebrücke. Das regionale Energieunternehmen AVU beginnt in diesen Tagen damit, die historische Seilhängebrücke am Wasserwerk Volmarstein umfassend zu sanieren. An dem Projekt arbeiten neben der AVU, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Stadt Wetter und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit. Es werden geschätzt rund zwei Millionen Euro für eine Restaurierung nötig sein. Ziel ist es, die Arbeiten bis Ende 2026 abzuschließen, außerdem gibt es Überlegungen, das Areal in die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 einzubinden.


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